Executive Summary
- Abschlussveranstaltung des KI.NRW‑Flagships ZERTIFIZIERTE KI am 7. Dezember 2026 im Deutschen Museum Bonn.
- Projektpartner präsentieren Prüfkriterien, ein einheitliches Vorgehen zur Spezifikation von KI‑Prüfobjekten und prototypische Prüfwerkzeuge für Modelle und Daten.
- Vorträge und Panels behandeln technische Umsetzung des EU AI Act, Normung, Rechtsfragen, Innovationsmanagement und Prüfung autonomer Systeme.
- Teilnahme ist kostenfrei, Plätze sind begrenzt; Anmeldung über die Veranstaltungsseite empfohlen.
Was ist passiert?
Am 7. Dezember 2026 findet im Deutschen Museum in Bonn die Abschlussveranstaltung des KI.NRW‑Flagship‑Projekts ZERTIFIZIERTE KI statt. Unter dem Motto »Building trustworthy AI – From AI Act to Technical Implementation« stellen die Projektpartner — darunter Fraunhofer IAIS, Universität Bonn, RWTH Aachen, DIN und Universität zu Köln — die Ergebnisse des Projekts vor und zeigen Prüfwerkzeuge im Einsatz. Der Projektleiter Fabian Malms (Fraunhofer IAIS) erläutert in einem praxisnahen Vortrag den Weg zur nachweisbaren Konformität eines KI‑Systems.
Die Veranstaltung umfasst Vorträge und Panels zu technischen, rechtlichen und normativen Aspekten; ein Panel zum Thema »Vertrauenswürdige KI in Zeiten autonomer Systeme« beinhaltet die Teilnahme von Dr. Christian Temath (KI.NRW), Prof. Dr. Stefan Wrobel (Fraunhofer IAIS), Prof. Dr. Dr. Frauke Rostalski (Universität zu Köln) und Prof. Dr. Torsten‑Oliver Salge (RWTH Aachen). Die Veranstaltung beginnt um 10:00 Uhr (Einlass ab 09:00 Uhr). Teilnahme ist kostenfrei, die Plätze sind begrenzt; Informationen und Anmeldung sind über die Veranstaltungsseite verfügbar.
Warum ist das relevant?
Fakten: Mit dem EU AI Act und ersten Entwürfen harmonisierter Standards liegen Leitplanken für den Einsatz von KI‑Systemen vor. Das ZERTIFIZIERTE KI‑Projekt hat Vertrauenswürdigkeitsdimensionen in konkrete Prüfkriterien überführt, ein einheitliches Vorgehen zur Spezifikation von KI‑Prüfobjekten entwickelt und prototypische Prüfwerkzeuge für Modelle und Daten erstellt.
Einordnung: Diese Ergebnisse adressieren eine zentrale Frage der Praxis: Wie lassen sich regulatorische Vorgaben technisch umsetzen und prüfbar machen? Prototypische Prüfwerkzeuge und standardisierte Spezifikationsansätze können den Transfer zwischen rechtlichen Anforderungen und technischen Prüfprozessen erleichtern. Gleichzeitig zeigen die Beiträge des Projekts Wege auf, wie Normung, Prüfstellen und Forschung zusammenwirken können, um ein belastbares Prüfökosystem zu entwickeln.
Was bedeutet das für den Mittelstand?
Fakten: Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmen und Organisationen, die KI‑Systeme entwickeln, einsetzen oder verantworten, sowie an Prüf‑ und Zertifizierungsstellen, Normung, Forschung und Politik. Partner des Projekts demonstrieren Prüfansätze und Prüfwerkzeuge.
Implikationen: Für Entscheider im Mittelstand sind drei Aspekte besonders relevant. Erstens bieten die gezeigten Prüfkriterien und Werkzeuge eine Orientierungsbasis für Compliance‑ und Risikomanagement im Kontext des AI Act. Zweitens erleichtern einheitliche Spezifikationsverfahren die Kommunikation mit Prüfinstitutionen und Dienstleistern beim Einkauf oder der internen Bewertung von KI‑Komponenten. Drittens eröffnet der Austausch mit Forschung und Normung Risiko‑ und Prozesswissen, das bei Beschaffung, Evaluation und Nachweisführung nützlich sein kann.
Einschränkungen: Die vorgestellten Prüfwerkzeuge sind prototypisch; ihre Übertragbarkeit in stabilen Zertifizierungsprozessen wird weiterentwickelt werden müssen. Zudem sind die Plätze der Veranstaltung begrenzt, so dass nicht alle Interessierten vor Ort teilnehmen können.
Passend dazu: KI-Readiness-Check
Empfehlung von Future AI Solutions
Faktenbasierte Empfehlung: Da Projektoutputs konkrete Prüfkriterien, Spezifikationsansätze und prototypische Prüfwerkzeuge umfassen und die Veranstaltung praxisorientierte Demonstrationen bietet, empfiehlt Future AI Solutions folgende Schritte:
- Melden Sie sich zur Veranstaltung an, wenn Sie Compliance‑ oder Prüfverantwortung für KI‑Systeme tragen, um direkte Einblicke in Prüfansätze und Werkzeuge zu erhalten.
- Prüfen Sie intern, welche KI‑Systeme in Ihrem Unternehmen unter die Anforderungen des EU AI Act fallen könnten, und gleichen Sie diese mit den im Projekt dargestellten Prüfkriterien ab.
- Nutzen Sie die vorgestellten Spezifikationsansätze als Grundlage, um Anforderungen an externe Anbieter und Dienstleister präziser zu formulieren.
- Planen Sie pilotierte Tests mit prototypischen Prüfwerkzeugen oder suchen Sie den Austausch mit Prüf‑ und Zertifizierungsstellen und Forschungspartnern, um die Praxistauglichkeit für Ihre Systeme zu evaluieren.
- Behalten Sie die Entwicklung harmonisierter Standards und die Weiterentwicklung des Prüfökosystems im Blick; eine schrittweise Integration in bestehende Qualitäts‑ und Risikoprozesse ist ratsam.
Diese Empfehlungen beruhen auf den veröffentlichten Ergebnissen und Angeboten des ZERTIFIZIERTE KI‑Projekts und zielen darauf ab, Mittelstandsentscheidern pragmatische Handlungsoptionen für Compliance, Beschaffung und Risikomanagement zu vermitteln.
